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Hans-Günter Marcieniec
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Internet: http://www.marcieniec.de



Konfessionen
Ausgewählte Prosa-Skizzen und Gedichte aus den Jahren 1990 - 95




Die essentiellen Mitteilungen einer Weisen

Und ich traf mich mit meiner alten Freundin,
(die mir vertraut ist - wie ich mir selbst)
zum Austausch der Gedanken. Und ich führte
folgendes Gespräch mit ihr.

Gestern, sprach ich zu ihr,
sagte ich zu Herrn X,
das sei   s o   aber nicht recht -
man müsse es so und so tun.
Da war er betroffen.
Es ging ihm nach,
noch am nächsten Tag.
Und er kam, verdeckt verlegen,
und suchte mich.
Zwar sagte er nicht,
ich hätte recht gehabt -
aber man spürte,
daß sein gesamtes Verhalten
das ausdrücken wollte.....

Und der Kalo, mein Sohn,
sagte neulich zu Herrn Z,
das sei   s o   aber nicht recht.
Und nicht richtig.
Man müsse es so und so tun.
Da war der betroffen.
Das ging ihm nach,
noch tagelang.
Und dann sei er, verdeckt verlegen,
gekommen und habe ihn gesucht.
Zwar habe er nicht gesagt,
mein Sohn habe recht gehabt -
aber man habe gespürt,
daß sein gesamtes Verhalten
d a s habe ausdrücken wollen.....

Und Titti, mein Enkel,
sagte neulich zu mir:
Weißt Du, Oma,
was die XY's tun?
Das ist   s o   aber nicht recht.
Und auch nicht richtig.
Man müsse es doch
so und so tun.
Und d a s, sagte er,
habe er XY's auch gesagt.
Da seien die aber betroffen gewesen.
Das sei ihnen nachgegangen.
Noch am nächsten Tag.
Und sie seien gekommen,
verdeckt verlegen,
und hätten ihn gesucht.
Zwar hätten sie nicht gesagt,
er, Titti, hätte recht gehabt -
aber gespürt hätte man,
daß ihr gesamtes Verhalten
d a s habe ausdrücken wollen.....

Und der Kalo, mein Sohn,
erzählte mir das
von Titti, meinem Enkel, seinem Sohn,
auch noch einmal.
Und wir sagten:
Es ist doch gut,
daß die Welt uns hat,
die wir wissen,
wie‘s recht ist.
Und auch richtig.
Denn wo, sagten wir,
kämen denn sonst
die Ordnung,
wo die Vernünftigkeit hin.....

So verlief das sehr
interessante Gespräch
mit meiner alten Freundin,
in dem wir uns
wechselseitig sagten,
was uns am Herzen lag.

(Mai 1992)

 


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