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Hans-Günter Marcieniec
Jägerstraße 1
D-36329 Romrod
Telefon: 06636-210
Internet: http://www.marcieniec.de



Gedichte (1948 - 1950) - Eine Auswahl




Und immer .....

Und immer in mein Lied,
ins dunkle, schwere,
dem schweren Weine gleich,
kreißt ein zersprungner Ton –

die wehe Saite meines Spiels,
die immer wieder
und immer wieder,
wie oft ich sie erneute,
so bang erklang
und – riß.

Da halt‘ ich ein, erschüttert,
und meine Hände,
die eben noch in Lust und Weh –
ich weiß es nicht –
die Leier schlugen,
die sinken mir hernieder
und es fragt in mir :
Du sangst – fühltest Du so ?

Die Dämmerung reißt,
sprachlose Schleier wehen,
und kalt grellt mir der Tag
ins Angesicht –
da schreit mein Herz :
Was soll mir – weh !
die kalte Welt !
Ich friere.....

Und willenlos sind meine Hände,
und schlagen schon die ersten Töne,
da noch die Tränen rinnen.


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